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24.07.2014

Supervision in der Homöopathie


Die Situation ist jedem Homöopathen bekannt: Ein guter Ansatz, erste positive Reaktionen, und plötzlich geht es in dem ein oder anderen Fall nicht mehr weiter und man tritt auf der Stelle. Es stellt sich die Frage, warum man sich in eben diesen Fall nicht hineindenken kann, man kein passendes Arzneimittel findet und es für einen selbst nicht nachvollziehbar ist, wieso der Mensch, der vor einem sitzt und auf Hilfe und Heilung hofft, auf genau diese Weise krank geworden ist.

 

Supervisionsgruppen arbeiten mit dem Ziel, genau solche Fälle zu erörtern und Licht ins Dunkel der großen und kleinen Probleme in der täglichen homöopathischen Arbeit zu bringen.

 

So eröffnet die Supervision eine gute Möglichkeit, im Erfahrungsaustausch mit Kollegen, die diese Probleme selbst aus nächster Nähe kennen, Lösungsansätze für die eigenen Praxis zu erarbeiten, die eigenen Handlungskompetenzen zu erweitern sowie die eigene Arbeit durch Erweiterung der eigenen Wahrnehmung effektiver und interessanter zu gestalten.

 

 

Qualität und Professionalität

 

Die Reflexion von Praxisabläufen und die Erarbeitung neuer Handlungsstrategien dient der Qualitätssicherung und steigert die eigene Professionalität. Sie hat sich nicht nur in der Homöopathie, sondern auch in vielen anderen Berufsfeldern als gängiger Praxisbaustein bewährt. Auch zeugt die Inanspruchnahme eines solchen Angebotes vom Verantwortungsbewusstsein des Therapeuten seinen Patienten und sich selbst gegenüber.

 

 

Reflexion von Fach- und Beziehungsebene

 

Im Vordergrund einer Supervision steht die homöopathische Fallbesprechung und das Erarbeiten neuer Lösungsansätze. Doch dies geschieht nicht nur auf der homöopathisch-fachlichen Ebene: Ein weiterer Ansatz der Supervision ist die Beziehung zwischen Behandler und Patient und auch die Reflexion der kollegialen Beziehungen untereinander. Das bietet eine gute Möglichkeit, aktuelle Konflikte zeitnah aufzuarbeiten. Sie stärkt somit Kollegialität und Teamgeist.

 

Berufliche Kompetenzen werden somit vertieft und neue Möglichkeiten der Gesprächsführung erarbeitet. Die Wahrnehmung wird durch das Sichtbarmachen eigener unbewusster Emotionen gefördert und reflektiert. Dadurch wird es möglich, konkrete Handlungsschritte zu erarbeiten und diese zeitnah erfolgreich in die Praxis umzusetzen.

 

In der Homöopathie nutzen nicht nur Praxisanfänger den Weg der Supervision - nein auch „alte Hasen“ tun dies in regelmäßigen Abständen. Auch sie lernen im Austausch mit Kollegen immer noch dazu und fördern so ein weiteres positives Bild der Homöopathie in der Öffentlichkeit.

 

 

Einzelsitzungen und Gruppensupervision

 

Es besteht die Möglichkeit von Einzel- und Gruppensupervision: Während bei einer Einzelsitzung das Problem des einzelnen im Vordergrund steht und für dieses im intensiven Austausch mit dem Supervisor eine individuelle Lösung erarbeitet wird, bietet eine Gruppenarbeit die Möglichkeit zum intensiven Erfahrungsaustausch mit allen Gruppenmitgliedern und damit die Chance, auch von den vielfältigen Erfahrungen und Fragen der anderen Teilnehmer zu profitieren.

Der einfühlsamen und glaubwürdigen Gesprächsführung des Supervisors fällt die Aufgabe zu, seine Teilnehmer zum offenen Umgang mit den auftretenden Problemen anzuregen und so Fragen in den jeweilige Fall einzubringen und Unsicherheiten aufzudecken. Nur so ist es möglich, die Teilnehmer zu einem Wechsel des eigenen Blickwinkels anzuregen, eine neue Sichtweise auf das Problem zu gewinnen und mithilfe der eingebrachten Erfahrungen und Erkenntnisse neue Wege zur Problemlösung zu beschreiten.

 

 

Zertifizierung und Supervisionsausbildung

 

Für Homöopathen mit abgeschlossener Zertifizierung durch die SHZ ist eine dreijährige Supervision zwingend vorgeschrieben. Diese Form der Begleitung in den ersten Praxisjahren nimmt Unsicherheit im Umgang mit auftretenden Problemen und beantwortet viele Fragen im therapeutischen Entwicklungsprozess - profitiert doch der Berufsanfänger von der Erfahrung seiner Kollegen, und der erfahrene Therapeut erweitert und vertieft seine eigene persönliche Wahrnehmung und Handlungskompetenz.

Für Supervisoren und solche, die es werden wollen gilt: Nur die regelmäßige Teilnahme an entsprechenden Fachfortbildungen, in welchen die Teilnehmer die Möglichkeit haben, ihre supervisorischen Fähigkeiten aufzubauen und weiter zu entwickeln, befähigt zu einer erfolgreichen Weitergabe des eigenen Wissens und fördert die eigenen Kompetenzen.



Quelle:

www.homoeopathie-zertifikat.de/index.php/ausbildung/qualifizierte-supervision